Paketboten
Man erkennt den Paketboten an seinem charakteristischen Ruf. Unten im Hof war gerade ein Exemplar zu hören, piep, …., …., …., piep, …, …, …, …, piep. Dazu gutturales Brummen von zwei Schachteln Zigaretten (Ditgipsabaldjánich). Die Zustellung vorbereitend muss der Typ irgendwelche Zahlen in sein schwarzes, wurstfingeroptimiertes Elektronikbrikett eintippen. Wer so tippt, schnauft auch die Treppen rauf, jammert im Hausflur rum, daß die Türschilder zu klein sind usw. Man kennt das. Arschgeigen eben; Sie! Ich mach dis Paket disnächste mal unzustellbar wenn das so weiter geht. Ja, is recht wiedersehn. Zum Glück besteht die Population hier weitgehend aus Jungtieren, die machen piep, piep, piep, in rascher Folge. Zack die Treppe hoch, Tachchen. (Haha, wie krakelig die Unterschrift immer aussieht auf den ihrn Displä, egal, ich geb mir da gar keine Mühe mehr.) Rasch Paket abgeben, auf den Hacken umdrehen, spornstreichs ist der wieder unten bei sein Automobil und weg, der schrubbt die Karre, da kennt der nischt. Wie gesagt, dacht ich jedenfalls dran, als ich vorhin im Hofe den Lockruf vernahm, mein großes Insektenlexikon, welches ich unlängst im Internet bestellte, tut kommen, was sich indess – betrüblicherweise – als Irrtum herausstellen sollte. Dauert noch, da is wohl warten angesagt! Wetter herrlich anfürsich, so kammanz aushalten was? Sie sárjenèt, schön Tachnoch.
4. August 2006
Der hiesige Paketbote sieht aus wie Jean Pütz, hat aber deutlich weniger Ratschläge über „gelingende Verdauung“ zu bieten als das Orginal, was vollkommen in Ordnung ist. Das Unterschriftendisplay ist immer gut für eine Partie XXO.
Wo Sie grad Jean Pütz sagen. Diese Form des Bartes ist sonst ein sicheres Erkennungsmerkmal für kaisertreue Busfahrer. So welche grüßen nicht nur entgegenkommende Kollegen sondern alle Uniformierten entlang der Strecke. Dienstmützenträger bei 35°C.