Steinfliegen
Die tölpelhaft fliegenden oder flugunfähigen Insekten aus der Ordnung der Plecoptera leben in der Nähe von kalten Fließgewässern. In Ruhestellung winden sie die fahl gefärbten Glieder in ihre großen Flügel – teilweise auch zu nadelartigen Spitzen. Ihre Larvalentwicklung kann mitunter mehrere Jahre dauern und vollzieht sich aquatisch. Einige Arten (insgesamt 3000) fressen, zumeist auf wassernahen, sonnigen Steinen lagernd, einzelne angewehte Pollen, die meisten jedoch nichts. Mit dem Schlüpfen aus der Larvenhülle und dem damit einhergehenden Übergang in den terrestrischen Lebensraum, endet sowohl die Jugend als auch die Nahrungsaufnahme. Die Mundwerkzeuge der adulten Tiere verkümmern zusehends. Am Ende kehren die Weibchen zur Eiablage ins Wasser zurück und sterben anschließend. (Dem Menschen dient die Steinfliege als Indiz für eine gute Gewässerqualität.)
12. August 2006